Artem

Auch die Götter lieben Fußball

Auch die Götter lieben Fußball Ill.: Artem
Verlag: Bajazzo
ISBN-10: 3907588932

Inhaltsangabe

Heinz Janisch hat im Hinblick auf die Europameisterschaften 2008 nachgeforscht, wie das Fußballspiel entstanden sein könnte. So fand er heraus, dass schon die Götter Griechenlands dieses Spiel kannten.

Den Dribbelkönig nannten sie den Gott der Umwege, die Göttin der Ungeduld war Verteidigerin und der Gott des Richtigen Augenblicks versenkte den Ball am Gott des Flugs vorbei ins Tor. Nach einer wiederholten Niederlage, schoss der Gott aller Götter zornig den Ball weit übers Stadion hinaus in den Weltraum. Der leuchtend blauen Ball wurde im Laufe von Jahrmillionen Jahren die Erde. Bald gab es winzige und riesige Tiere und später Menschen.

Und irgendwann rollte ein Mädchen einen Apfel über eine Wiese. So kam es, dass die Menschen (viel, viel später) die Europa- und Weltmeisterschaft, den UEFA-Cup die Champions League und andere Turniere erfanden…

Schatten

Schatten Ill.: Artem
Verlag: Bajazzo
ISBN-10: 3907588800

Inhaltsangabe

Ein heißer Sommertag. Zeit für eine Siesta im Garten. Alles schläft. Die Eltern, das Haus, die Wiese, die Obstbäume. Nur Sven nicht und die Schatten nicht. Sven beschließt, eine kleine Runde durch die Stadt zu machen (oder ..in der Stadt zu drehen). Er geht hinunter zum Hafen, beobachtet einen riesigen Hund und eine Katze, einen Mann und eine Frau. Dann geht er zu seinem Lieblingsplatz am Leuchtturm. Und er besucht den Zoo.

Rezension

Ein anregendes Buch über ein Phänomen, dem nur schwer auf die Schliche zu kommen ist, konzediert Karl-Heinz Behr. Das merkt auch Sven, der mutterseelenallein in der Sonne eine kleine Runde dreht: An dem träumenden Mann auf der Bank bemerkt er zunächst den Schatten eines Vogels, obwohl der Vogel längst auf und davon ist, mit dem Schatten des Mannes.

Und so geht es weiter, kein Schatten will auf seinen Körper passen: Der große Hundeschatten nicht auf den kleinen, der Katzenschatten nicht zum Hundeschatten, der Leuchtturm nicht auf die Achterbahn und die Giraffe nicht auf den Elefanten. Am Ende des Spaziergangs ist die Ordnung der Schatten wieder hergestellt. Von wem die geheimnisvollen Spiele ausgegangen sind, wird aber nicht verraten.

Das ist auch nicht weiter zu bedauern, findet der Rezensent, so oder so gehe es hier um die “Entdeckerfreude der Kinder und der Vorleser” und diese sei allemal gegeben, wozu man den Autor des poetischen Textes und Artem, den Illustrator der expressiv mäandernden Bilder nur beglückwünschen kann. Entstanden sei das schöne Buch übrigens im Rahmen einer Ausschreibung der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg.

Die Zeit, 22.03.2007