Linda Wolfsgruber

Wo kann ich das Glück suchen?

Wo kann ich das Glück suchen?Leseprobe
Mit jedem Buch
bekommst du Besuch
Pirat, Astronaut, Affe
Tiger, Koch, Giraffe
Ameise, Schmetterling, Gepard
Elefant, Delfin, Leopard
Indianer, Löwe, Krokodil
das Meer, der See, der Nil
die Wolken, das Moos, der Turm
das Gras, der Himmel, der Sturm
Zehn Zeilen gelesen
und du bist alles gewesen

Illustration: Linda Wolfsgruber
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3-7026-5875-5

Heute Nacht war ich ein Tiger

Heute Nacht war ich ein TigerTräume erzählen wunderbare Geschichten. Als würden wir im Schlaf durch rätselhafte Märchen spazieren. Manchmal, beim Erwachen, hat man noch eine Ahnung vom Geträumten.

Muss da nicht eine Krone auf meinem Kopf sein? Ist nicht gerade noch Schnee gefallen? Wo ist mein Tigerfell?

Träume erzählen davon, dass vieles möglich ist. Sie machen neugierig aufs Leben, auf die hellen und dunklen Seiten, auf das Oben und Unten, auf das Laute und Leise, auf das Sichtbare und das Unsichtbare …

Nachtträume, Tagträume, Angstträume, Wunschträume – da gibt es viel zu erzählen. Ein Buch über Träume stellt immer auch die wichtige Frage: Wie sehen denn deine Träume aus?

Illustration: Linda Wolfsgruber
Verlag: Edition Luftschacht
ISBN: 978-3-902844-49-1

Wo hört das Meer auf?

Wo hört das Meer auf? Ill.: Linda Wolfsgruber
Verlag: Linda Wolfsgruber
ISBN: 978-3-85351-231-9

Inhaltsangaben

Zum Staunen und Fragen angesichts des Wunders der Schöpfung regt das neue Kinderbuch des Wiener Dom-Verlags an.

Vielleicht haben Sie ja im Urlaub mit ihren Kindern aufs Meer geschaut, und vielleicht haben die Kleinen gefragt: “Und – wo hört das Meer auf?” Vielleicht haben Sie dann ja versucht zu erklären, dass die Erde eine Kugel ist und dass der Horizont die gedachte Linie ist zwischen… Tja, aber haben Sie sich auch von dem Staunen anstecken lassen, das hinter dieser Frage steckt?

Schau!

Ein Staunen und Fragen – und kein vorschnelles Antworten – zieht sich durch das neue Kinderbuch von Heinz Janisch, illustriert von Linda Wolfsgruber, das im Wiener Dom-Verlag erschienen ist. Jede Seite eröffnet ein fasziniertes “Schau!” Etwa: “Wie die Sonne alle wärmt!” Oder: “Schau! Wie die Schatten im Licht tanzen!”

Fast ist man an die Worte erinnert, mit denen Jesus in Galiläa das Evangelium verkündete: Seht! Die Vögel des Himmels: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen… Seht! Die Lilien auf dem Feld: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. (Vgl. Matthäusevangelium Kapitel 6)

Und – wer wärmt die Sonne?

Auf jedes Staunen lässt der Autor eine Frage folgen, die nicht bloß auf eine wissenschaftliche Erklärung zielt, sondern das Wunder wachhält: “Und – wer wärmt die Sonne?”, “Und – was machen die Schatten, wenn es dunkel ist?”

Dabei kommt das Buch ganz ohne das – möglicherweise missverständliche – Wort “Gott” aus. Auch dies wäre wohl eine vorschnelle Antwort.

Schau! Wie groß der Tod ist!

Möglicherweise verlangt das Buch den erwachsenen Vorlesern und Vorleserinnen mehr ab als ihren kleinen Zuhörerinnen und Zuhörern: nämlich eine besondere Art der Freiheit, Fragen zu stellen und – vorläufig – die Antworten hintanzuhalten. Antworten mögen zwar praktisch sein und Sicherheit vermitteln. Was aber, wenn die Antworten einmal nicht mehr genügen…? Dann hilft vielleicht das Fragen weiter: “Schau! Wie groß der Tod ist! Und – wer ist größer als der Tod?”

Voll Fantasie sind auch die von Linda Wolfsgruber gestalteten Bilder. Sie lassen den knappen Text in den Hintergrund treten und regen dazu an, die wärmende Sonne zu spüren, die tanzenden Schatten zu entdecken und zu fragen: “Wo hört das Meer auf?”

(Text: Dom-Verlag)

Heute will ich langsam sein

Heute will ich langsam sein Ill.: Linda Wolfsgruber
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3702657697

Inhaltsangabe

Wenn Geschwindigkeit den Alltag bestimmt, muss man manchmal bewusst langsam sein. Für den Folgeband seiner erfolgreichen Gedichtsammlung „Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxofon“ hat Heinz Janisch leise, nachdenkliche Gedichte zusammengestellt, die er mit frechen Lügen, ungewöhnlichen Fragen und aphoristischen Gedanken kombiniert. Die Bilder von Linda Wolfsgruber erzählen dazu ihre eigenen wunderbaren Geschichten.

Leseprobe

Heute will ich leise sein

Heute will ich leise sein
So leise, dass ich keine Schlafenden wecke
So leise, dass ich keine Libelle erschrecke

Überm See

Ich geh heut auf Seide, auf Moos, auf Schnee
Du hörst mich erst, wenn ich neben dir steh

Ich geh heut auf Samt, auf Wolken, auf weichem
Papier
Du suchst nach mir, doch ich bin schon hier …

Heute will ich leise sein
So leise, dass ich keine Schlafenden wecke
So leise, dass ich keine Libelle erschrecke

Überm See

Die Prinzessin auf dem Kürbis

Die Prinzessin auf dem KürbisIll: Linda Wolfsgruber
Verlag: Gabriel
ISBN: 3-522-30026-2

Inhaltsangabe

Prinz sucht Prinzessin !

Aber keine so zimperliche und empfindliche wie die bekannte und berühmte Prinzessin auf der Erbse soll es sein. Eine solche Prinzessin kann ihm gestohlen bleiben ! “Ich will eine Prinzessin, die etwas aushält!” Zuerst muss sie auf einer Strickleiter zur Burg hochklettern.

„Ein echter Prinz will verdient sein!“

Statt auf einer lächerlich, kleinen Erbse soll sie auf einem großen dicken Kürbis schlafen. Wenn es solch eine Prinzessin überhaupt gibt – was wünscht sie sich von dem Prinzen ?

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis
Wiener Kinder- und Jugenbuchpreis
Schönste Bücher Österreichs

Rezensionen

Originell und mit viel Witz zeichnet Heinz Janisch eine neues Prinzesinnenbild, das überhaupt nichts mit der zimperlichen Prinzessin auf der Erbse zu tun hat.

Ein wunderbares Buch mit magischen Bildern, die genau die Balance halten zwischen dem manchmal märchenhaften Ton und den frisch-frechen Aussagen. Originell und mit viel Witz variiert Heinz Janisch ein altes Märchenthema und zeichnet eine neues Prinzesinnenbild, das überhaupt nichts mit der zimperlichen Prinzessin auf der Erbse zu tun hat. Denn wer will heute noch eine Prinzessin sein, die bereits von einem Fanfarenstoß der Turmbläser einen Schnupfen bekommt? Natürlich verlangt eine Prinzessin der neuen Generation auch einen etwas anderen Prinzen! (Einen mit so genannten weiblichen Tugenden wie Fürsorge, Einfühlungsvermögen, Sensibilität und der Fähigkeit zur Partnerschaft.) Und sie bekommt ihn auch!

Der lebendige, warmherzige Text macht es leicht sich mit der emanzipatorischen Thematik auseinanderzusetzen, ohne dabei den Humor zu verlieren. Die Geschichte schafft es Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzusprechen. Für das Kind wird es in erster Linie ein modernes Märchen sein während der Erwachsene vielleicht eigene Beziehungsmuster wieder findet.

Fazit: Ein wunderbares Buch für alle, mit magischen Bildern, die genau die Balance halten zwischen dem manchmal märchenhaften Ton und den frisch-frechen Aussagen. Gleichzeitig führen die Illustrationen von großer atmosphärischer Dichte mit vielen überraschenden Details über den Text hinaus in geheimnisvoll-phantastische Welten. Außerdem ein wichtiges Buch, denn auch heute sind so genannte mädchenfreundliche Bilderbücher, die die Intention der Gleichberechtigung verfolgen, noch immer in der Minderzahl.

Elfie Kainz-Kazda