Jungbrunnen

Herr Kratochwil kommt – fast – zu spät

Herr Kratachovil kommt fast zu spät Ill.: Heide Stöllinger
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3-7026-5811-3

Inhaltsangabe

Herr Kratochwil ist ein guter Lehrer. Jeden Morgen stürmt er in letzter Sekunde in die Klasse, denn er erlebt auf dem Schulweg die ungewöhnlichsten Dinge. Er trifft Indianer, findet unzählige merkwürdige Dinge oder rettet Katzen. Dabei wohnt er ganz in der Nähe der Schule.
Von den Kindern kommt schon lange keines mehr zu spät. Weil alle auf die neue Geschichte warten, die Herr Kratochwil zu erzählen hat.

Leseprobe

Ich bin immer pünktlich in der Schule.
Auch wenn mich ein Sturm fast vom Gehsteig weht oder es so stark regnet, dass ich auf einem Floß in die Schule fahren könnte.

Sogar der lange Theo, mein Nachbar, kommt – meistens – rechtzeitig zum Unterricht. Obwohl er jeden Morgen eine Viertelstunde vor dem Schaufenster mit dem Aquarium stehen bleibt und sich die Fische anschaut. Jeden Tag sieht er etwas Neues, behauptet der lange Theo. Einmal einen schwarzen Streifen, dann einen roten Punkt oder eine blaue Flosse, die gestern noch nicht da waren. Sogar der lange Theo schafft es, knapp vor dem Läuten in der Klasse zu sein.

Dann warten wir.

Wir warten auf unseren Lehrer. Denn Herr Kratochwil kommt immer – fast – zu spät…

Und du darfst rein

Und Du darfst rein Ill.: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3-7026-5814-4

Inhaltsangabe

Ene mene muh und raus bist du!
Auszählreime kennt jedes Kind. Aber was ist ein Einzählreim?
Ganz einfach: Man betrachtet alles einmal aus einer anderen Perspektive und holt in jeder Runde jemanden herein: Große und Kleine, Runde und Schmale, Barfußläufer und Strumpfbesockte, Frühaufsteher und Nachteulen, Traurige und Fröhliche von dort oder da, von fern und nah. So soll es sein: Am Ende bleibt keiner allein!

Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien (Ehrenliste)

Zu Haus

Zu Haus Ill.: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 3-7026-5741-X

Inhaltsangabe

Wär ich anderswo zu Haus, wie sähe das wohl aus? – fragt sich das Huhn.

Schneckenhaus, Turm, Vogelnest, Bienenstock, Riesenschloss – viele Möglichkeiten gibt es und jede hat ihren Reiz. Aber keine ist vollkommen. Denn richtig zu Hause ist man nicht an einem bestimmten Ort, sondern bei jemandem, den man mag.

Leseprobe

Wär ich anderswo zu Haus, wie sähe das wohl aus?

Sagen wir Schneckenhaus. Käm ich manchmal heraus?

Sagen wir Turm. Hätt ich Angst im Sturm?

Sagen wir Boot. Hilfe! Seenot!

Sagen wir Vogelnest. Da schliefe ich gut und fest.

Wenn ich nachts nicht schlafen kann

Wenn ich Nachts nicht schlafen kann Ill.: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3-7026-5782-6

Inhaltsangabe

Man muss nicht immer Schäfchen zählen, auch Riesen eignen sich vorzüglich, um Kinder ins Bett zu kriegen.

Riesen, die auf Stelzen gehen, und solche, die durchs Fernrohr sehen, Riesen in langen Unterhosen, Riesen mit roten Rosen … Nicht nur Schäfchen befördern Kinder wohlbehalten ins Traumland, auch freundliche Riesen können beim Einschlafen helfen.

Leseprobe

Wenn ich nachts nicht schlafen kann,
fange ich zu zählen an.
Ich zähle keine Schäfchen auf den Wiesen,
ich zähle vierunddreißig Riesen.
Die spielen bei mir Verstecken,
ich muss sie alle entdecken…

Krone sucht König

Krone sucht König Ill.: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 3-7026-5776-5

Inhaltsangabe

Die Krone hat es satt, auf ihrem Podest im Museum zu liegen. „Zeit für einen König“, sagt sie und macht sich auf den Weg, um einen zu suchen. Doch das ist gar nicht so einfach.

Denn sobald die Krone auf einem Kopf landet, verändern sich die Menschen und Tiere: Ein alter Mann kommandiert im Park die Blumen und Sträucher und ein Vater verbietet seiner Tochter auf dem Spielplatz streng das Spielen. Der Postbote möchte bestimmen, was in den Briefen geschrieben werden darf, und die Katze verlangt nach einer Stadt, in der nur Katzen leben. Ginge es nach dem Fisch, so hätten alle anderen Meeresbewohner eine einzige Farbe, nämlich seine.

Nachdenklich macht sich die Krone auf den Heimweg. Ob vielleicht doch das Museum der richtige Ort für sie ist? Denn dort haben alle die Möglichkeit, sie anzuschauen und ganz kurz König zu sein. Aber zum Glück nur in Gedanken, das muss genügen.

Leseprobe

Die Krone war lange genug auf ihrem Polster gelegen. „Zeit für einen König“, sagte sie.

Sie flog an den schlafenden Wächtern vorbei und verließ das Schloss, das jetzt ein Museum war. Die Krone landete auf dem Kopf eines alten Mannes, der im Park auf einer Bank saß. Der Mann sprang auf. „Grüner Strauch! Stillgestanden!“, brüllte er. „Ruhe da hinten bei den Tulpen! Alles hört auf mein Kommando!“

Die Krone sah eine Weile zu, wie der alte Mann die Sträucher und Blumen kommandierte, dann flog sie weiter.

Katzensprung

Katzensprung Ill.: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 3-7026-5759-2

Inhaltsangabe

Leo soll die volle Milchkanne zu Herrn Borislaw bringen. Der wohnt gar nicht weit von zu Hause entfernt, nur einen Katzensprung.

Auf dem Weg überlegt Leo, wie weit eine Katze springt. Und ein Känguru. Und eine Maus. Und ein Floh. Und noch einige andere Tiere. Dann muss Leo natürlich alle Sprünge ausprobieren. Als er bei Herrn Borislaw ankommt, hat Leo ein kleines Problem. Aber Herr Borislaw ist sehr verständnisvoll und braucht die Milch nicht ganz so dringend wie gedacht.

Leseprobe

„Ach, das ist doch nur ein Katzensprung!“
Jetzt steht Leo da, mit der Milchkanne in der Hand. Nur ein Katzensprung?
Hepp. So weit springt eine Katze. Weiter auch nicht. Ist das überhaupt weit?
Vielleicht müsste man sagen: Das ist doch nur ein Känguruhüpfer!
Jaaaap. So weit hüpft nämlich ein Känguru.
Oder man sagt: Das ist doch nur einen Mäuseschritt weit entfernt.
Fips. Dann weiß man: Das kann nicht weit sein.

Heute will ich langsam sein

Heute will ich langsam sein Ill.: Linda Wolfsgruber
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 978-3702657697

Inhaltsangabe

Wenn Geschwindigkeit den Alltag bestimmt, muss man manchmal bewusst langsam sein. Für den Folgeband seiner erfolgreichen Gedichtsammlung „Ich schenk dir einen Ton aus meinem Saxofon“ hat Heinz Janisch leise, nachdenkliche Gedichte zusammengestellt, die er mit frechen Lügen, ungewöhnlichen Fragen und aphoristischen Gedanken kombiniert. Die Bilder von Linda Wolfsgruber erzählen dazu ihre eigenen wunderbaren Geschichten.

Leseprobe

Heute will ich leise sein

Heute will ich leise sein
So leise, dass ich keine Schlafenden wecke
So leise, dass ich keine Libelle erschrecke

Überm See

Ich geh heut auf Seide, auf Moos, auf Schnee
Du hörst mich erst, wenn ich neben dir steh

Ich geh heut auf Samt, auf Wolken, auf weichem
Papier
Du suchst nach mir, doch ich bin schon hier …

Heute will ich leise sein
So leise, dass ich keine Schlafenden wecke
So leise, dass ich keine Libelle erschrecke

Überm See