Gute Reise, Leo

Gute Reise, Leo Ill: Eugen Sopko
Verlag: St. Gabriel
ISBN: 3-85264-407-0

Inhaltsangabe

“Gute Nacht, Leo !”, sagen seine Eltern.
Und: “Gute Reise !”
Eine Reise durch die Nacht beginnt.
Leo kommt ins Regenland. König Umbrella will wissen, wieviele Regerntropfen in seinem Land fallen. Leo kommt ins Sturmland. Es stürmt, daß das Bett wackelt. Das Mädchen Orkania wirbelt und zwirbelt Leos Traum durcheinander. Leo trifft einen alten Eisbären, der auch einmal bunte Farben sehen möchte…

Die Arche Noah

Die Arche Noah Ill: Lisbeth Zwerger
Verlag: Minedition
ISBN: 978-3-86566-O82-4
Neuauflage

Inhaltsangabe

Als Gott erkannte, dass es nur Zwietracht und Neid unter den Menschen gab, dass Krieg und Zerstörung die Folgen sind, reute es ihn, den Menschen erschaffen zu haben. Er beauftragt Noah eine Arche zu bauen, seine Familie und von jedem auf der Erde lebenden Tier ein Paar mit auf die Arche zu nehmen. Noah folgte diesen Anweisungen und als sie alle sicher auf der Arche waren, schickte Gott die Sintflut. Der Regen nahm und nahm kein Ende.

Es dauerte lange, bis Gott sich an sein Versprechen erinnerte, Noah und seine Familie zu retten und mit ihnen neues Leben zu beginnen. Doch dann kam die Zeit, die Arche zu verlassen. Das Wasser hatte sich verlaufen, Wind hatte die Erde getrocknet und Gott sprach:

“Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde!”

Lisbeth Zwerger hat der knappen, archaischen Sprache der Bibel mutige Bildkompositionen mit einem schier unerschöpflichen Figureninventar entgegensetzt.

bananenrot und himbeerblau

Bananenrot und Himbeerblau Autoren: Heinz Janisch, Luise Kloos, Kurt Zernig
Verlag: Landesmuseum Joanneum
ISBN: 3-85295-011-2

Inhaltsangabe

Am Anfang war die Erde eine Erbse
Der Früchtewind
Vorsicht Zitronenrutschgefahr
Die Reise der Kokosnuss
Das Früchtealphabet

Kinder gehen auf eine Entdeckungsreise und erzählen von den Geheimnissen der Früchte ! Ein Lese- und Schaubuch mit vielen Bildern, Geschichten, Gedichten, Witzen und Rätseln,…

Österreichischer Kinder- und Jugend-Sachbuchpreis

Rezensionen

Zitronenrutschgefahr ist angesagt beim Schmökern in einem Fruchtcocktail der besonderen Art:

In Epigrammen, kurzen Geschichten, Gedichten und Sprachspielen haben Grazer Schüler in einer Schreib- und Kreativwerkstatt versucht, dem Geheimnis der Früchte auf die Spur zu kommen. Kleine Oden und Liebesgedichte entstanden dabei ebenso wie assoziativ fragende Sprachspiele über die Eigenarten exotischer Fruchtigkeit. Aufbereitet werden die Ergebnisse als sinnlicher Band aus Bildern, Texten, Farben und Formen, dessen erlesene Vielfalt an Gestaltungsmitteln dazu führt, dass man sich bei jedem Durchblättern erneut ganz orange fühlt: “Fällt eine Pflaume aufs Kissen, wird dich morgen jemand küssen”. Und wenn nicht, bleibt immer noch die süße, saure, pelzige, saftige, weiche, kugelrunde, kernige Begegnung mit einem Buch voller Granatapfelkerne in Kokosmilch.

unbekannt

Heut bin ich stark

Heute bin ich stark Ill: Silke Brix-Henker
Verlag: Annette Betz
ISBN: 3-219-10828-8

Inhaltsangabe

Heut bin ich stark, sagt Max, als er aus dem Bett springt. Darum zieht er auch seinen Pullover mit dem Drachen an.

Richtig gut drauf ist Max heute. Als dann aber Lisa vor ihm steht, kriegt er doch weiche Knie. Und noch dazu findet Lisa, dass Starksein einfach mehr ist als bloß Muskeln zeigen…

Rezensionen

Max springt aus dem Bett, stellt sich vor die Urwald-Tapete und sagt: “Heut bin ich stark!”

Das beeindruckt all die Tiere auf der Tapete, sie verschwinden im Gebüsch. In der Küche wartet schon der Vater. “Heut bin ich stark!”, sagt Max mit gefährlichem Unterton in der Stimme. “Das ist alles, was ich habe. Mehr ist nicht da. Ehrenwort!” So sein Vater und hält ihm Butterbrot und Kakao hin. Der Feuer speiende Drache auf Max” Pullover, die Bäume auf dem Hof, der Tiger, der dort herumschleicht, – alle kriegen es mit der Angst zu tun und geben sich geschlagen, wenn Max so überzeugend verkündet, dass er heute stark sei. Sogar der alte Herr Denk, der zwei schwere Taschen über den Hof trägt, ist so beeindruckt, dass er Max eine Tafel Schokolade schenkt, weil Starksein doch furchtbar anstrengend sein muss.

Bloß Lisa will Max nicht so ganz glauben und lässt ihn den Beweis antreten. Er nimmt die Herausforderung an und trägt Lisas Fahrrad in den dritten Stock. Da merkt auch Max, dass Starksein ganz schön anstrengend sein kann. Für Lisa jedoch sind es die drei Sommersprossen auf der Nase von Max, die wirklich stark sind…

Eine äußerst liebenswerte Geschichte erzählt dieses wunderbare Bilderbuch von Heinz Janisch. Zum einen nimmt Max mit seinem Selbstbewusstsein gefangen, andererseits beendet Lisa auf sehr wohltuend geradlinige Weise Max” Imponiergehabe und macht damit Kontakt und Zuneigung möglich. Max ist stark und Lisa traut sich was. Diese Kombination hat große Qualität!

Qualitätsvoll sind auch die Illustrationen von Silke Brix-Henker: detailreich, perspektivisch reizvoll, die Figuren in Mimik und Gestik griffig dargestellt (wunderbar die Küchenszene mit dem Vater oder das Knistern in den Bildern von Max und Lisa im Stiegenhaus!).
Das Buch eignet sich hervorragend, um Rollenklischees zu thematisieren, und regt an, sich neben dem Starksein auch was zu trauen! Sehr zu empfehlen für Kinder ab 4 Jahren.

Martha Kniewasser-Alber

Die Prinzessin auf dem Kürbis

Die Prinzessin auf dem KürbisIll: Linda Wolfsgruber
Verlag: Gabriel
ISBN: 3-522-30026-2

Inhaltsangabe

Prinz sucht Prinzessin !

Aber keine so zimperliche und empfindliche wie die bekannte und berühmte Prinzessin auf der Erbse soll es sein. Eine solche Prinzessin kann ihm gestohlen bleiben ! “Ich will eine Prinzessin, die etwas aushält!” Zuerst muss sie auf einer Strickleiter zur Burg hochklettern.

“Ein echter Prinz will verdient sein!”

Statt auf einer lächerlich, kleinen Erbse soll sie auf einem großen dicken Kürbis schlafen. Wenn es solch eine Prinzessin überhaupt gibt – was wünscht sie sich von dem Prinzen ?

Österreichischer Kinder- und Jugendbuchpreis
Wiener Kinder- und Jugenbuchpreis
Schönste Bücher Österreichs

Rezensionen

Originell und mit viel Witz zeichnet Heinz Janisch eine neues Prinzesinnenbild, das überhaupt nichts mit der zimperlichen Prinzessin auf der Erbse zu tun hat.

Ein wunderbares Buch mit magischen Bildern, die genau die Balance halten zwischen dem manchmal märchenhaften Ton und den frisch-frechen Aussagen. Originell und mit viel Witz variiert Heinz Janisch ein altes Märchenthema und zeichnet eine neues Prinzesinnenbild, das überhaupt nichts mit der zimperlichen Prinzessin auf der Erbse zu tun hat. Denn wer will heute noch eine Prinzessin sein, die bereits von einem Fanfarenstoß der Turmbläser einen Schnupfen bekommt? Natürlich verlangt eine Prinzessin der neuen Generation auch einen etwas anderen Prinzen! (Einen mit so genannten weiblichen Tugenden wie Fürsorge, Einfühlungsvermögen, Sensibilität und der Fähigkeit zur Partnerschaft.) Und sie bekommt ihn auch!

Der lebendige, warmherzige Text macht es leicht sich mit der emanzipatorischen Thematik auseinanderzusetzen, ohne dabei den Humor zu verlieren. Die Geschichte schafft es Kinder und Erwachsene gleichermaßen anzusprechen. Für das Kind wird es in erster Linie ein modernes Märchen sein während der Erwachsene vielleicht eigene Beziehungsmuster wieder findet.

Fazit: Ein wunderbares Buch für alle, mit magischen Bildern, die genau die Balance halten zwischen dem manchmal märchenhaften Ton und den frisch-frechen Aussagen. Gleichzeitig führen die Illustrationen von großer atmosphärischer Dichte mit vielen überraschenden Details über den Text hinaus in geheimnisvoll-phantastische Welten. Außerdem ein wichtiges Buch, denn auch heute sind so genannte mädchenfreundliche Bilderbücher, die die Intention der Gleichberechtigung verfolgen, noch immer in der Minderzahl.

Elfie Kainz-Kazda

Einer für alle! Alle für einen!

Einer für alle! Alle für einen! Ill: Birgit Antoni
Verlag: Annette Betz
ISBN: 3-219-11120-3

Inhaltsangabe

Dies ist die Geschichte von den berühmten Leibwächtern des Königs mit Namen Athos, Porthos, Aramis und d`Artagnan.

Lange Jahre hatten sie dem König gedient,
nun aber steht ihr Abschied bevor…
Eines Tages im Frühjahr erlebten sie ihr letztes gemeinsames Abenteuer.
Einmal noch sollten sie für den Köng ihr Leben riskieren.
Einmal noch sollte Ihr Ruf erschallen:

“Einer für alle! Alle für einen!”