Bärenhunger

Bärenhunger Ill: Helga Bansch
Verlag: Jungbrunnen
ISBN: 3-7026-5745-2

Inhaltsangabe

Ben, der Bär hat Hunger. Bärenhunger.

Eine Biene erzählt ihm von den Honigbergen.
Ben macht sich auf den Weg…

Rezensionen

Auf der Suche nach dem Paradies.

Heinz Janisch hat bewiesen, dass er sowohl die pointierten, knappen Bilderbuchzeilen als auch das Erzählen von Geschichten beherrscht. Mit diesem Bilderbuch liegt wieder ein durchgehend erzählter Text vor, der sich klassischer Erzählmuster bedient und eine hoffnungsfrohe Botschaft enthält. Ben, der Bär, wacht mit einem Bärenhunger auf. Eine Biene flüstert ihm ins Ohr, dass er zu den Honigbergen gehen müsse. In seiner bärengelben karierten Hose macht sich der Braunbär auf den Weg und fragt unterwegs verschiedenste Tiere, ob sie nicht wüssten, wo die Honigberge wären. Doch jedes Tier weiß nur von einem für sich erträumten Land, in dem noch nie zuvor jemand gewesen ist. Auch wenn die Biene in ihrer Schadenfreude aufklärt, dass sie ihn hinters Licht geführt hat, so ist Ben nicht mehr davon abzubringen, dass es die Honigberge geben müsse. Und tatsächlich entdeckt er sie – doch hier beginnt eine neue Reise, die die Kinder selber erfinden können.

Helga Bansch setzt die Geschichte in saftigen Farben und mit witzigen Details ins Bild. Da sitzt der hungrige Bär da, während neben ihm Tiere und ein Mädchen essen, da steht er auf dem Kopf oder präsentiert sich mit ausladendem Hinterteil, um der Biene nachzuschauen, da umarmt er den Raben, der von seiner Brot-Brücke erzählt, da beugt er sich tief, um im Salatblatt der Schildkröte nahe zu sein. Und schließlich das letzte Bild, auf dem er seine Honigberge sehen kann, die viel größer sind, als er gedacht hatte. Ein gelungenes Bilderbuch über die Sehnsucht, dass ich allen Bibliotheken empfehlen kann.

Martina Lainer, Bibliotheksnachrichten

Die kleine Marie und der grosse Bär

Die kleine Marie und der große Bär Ill: Dusan Kallay
Verlag: Annette Betz
ISBN: 3-219-10693-5

Inhaltsangabe

Und dann kam der große Bär ins Zimmer und fragte: Wollen wir tanzen, kleine Marie?

So beginnt dieses Bilderbuch. Geheimnisvolle Wesen kommen zur kleinen Marie ins Zimmer, Musik spielt, und alle wollen mit ihr tanzen. „Du darfst jetzt nicht müde werden!“ sagt der Bär immer wieder zu ihr… Als die kleine Marie erwacht, bemerkt sie, dass sie im Krankenhaus ist und dass sie lange geschlafen hat. Ein Unfall ist passiert…

Rezensionen

Als Marie ins Koma fällt, werden ihre Spielfiguren lebendig und fordern sie zum Tanz auf.

Wie aus dem Nichts taucht ein Bär in Maries Zimmer auf, um sie zum Tanz zu bitten; denn in das Nichts ist Marie scheinbar gefallen und aus dem Nichts gilt es, sie nun zurückzuholen: Ein Fahrradunfall war es, wie am Ende der Geschichte zu erfahren ist. Nicht nur der Bär, sondern ein ebenso umfangreiches wie phantasievolles Figureninventar halten Marie im Tanz in Bewegung, um ihren Lebenswillen zu stärken:

Dusan Kallay gelingt es, die bunte Mischung aus Plüsch-, Fell-, Holz- und Papierfiguren mit Gespür für das Traum- und Märchenhafte darzustellen, und mit Hilfe seiner schier endlosen Varianten matter, erdiger Rottöne mit allerlei skurrilen Details auszustatten. Faszinierend auch hier die Gabe, Figuren szenisch zu arrangieren, ohne den Eindruck überfüllter Bilderbuchseiten zu erwecken. Besonders dort, wo die Illustration doppelseitig angelegt ist und pastellfarben ausläuft, um den Textpassagen genügend Raum zu geben, die in ihrer rhythmischen Art weniger eine Geschichte fortführen als Maries Leben in Gang halten, entsteht ein sehr umsichtig gearbeitetes und damit auch besonderes Bilderbuch.
Zu empfehlen.

Heidi Lexe

Sarah und der Wundervogel

Sarah und der Wundervogel Ill: Bernhard Oberdieck
Verlag: Annette Betz
ISBN: 3-219-10644-7

Inhaltsangabe

Sarah ging in den Park. Sie setzte sich mitten in die Wiese und rief laut: “Kommt alle her, ich muß euch eine Geschichte erzählen, eine Geschichte vom Wundervogel!”

“Ach, diese mausgraue Taube mit den lahmen Flügeln”, sagte ein Junge. “Was gibt´s von dem Vogel schon zu erzählen?”

“Ihr werdet schon sehen”, sagte Sarah.

Und dann begann sie erzählen. Die Kinder wurden still und hörten zu. Sie ließen die Fahrräder liegen und die Puppen, sie kamen von der Schaukel und aus dem Sandkasten, sie ließen den Ball davonrollen und kamen aus dem Versteck im Gebüsch. Sarah erzählte und alle hörten zu.

Rezensionen

Eine Parabel über Gefangenschaft und die Entfesselung der Fantasie, die unmerklich kleine Wunder bewirkt. Eine überzeugend aufgebaute Geschichte, die Erzählelemente des Märchens miteinbezieht und die Figuren mittels bestimmter Sprachmuster typisiert. Die Bilder sind dramaturgisch gut aufgebaut und setzen die Stimmungen des Textes fort.

KKJL

Schenk mir Flügel…

Schenk mir Flügel Ill: Selda Marlin Soganci
Verlag: NP
ISBN: 3-85326-275-9

Inhaltsangabe

Ein Kind zeichnet einen Engel. “Danke!“, sagt der Engel. „Sieht schön aus. Aber mal mir jetzt nicht diese Flügel. Du weißt schon, die mit den großen Federn. Sind altmodisch. Umständlich. Lass dir etwas Neues einfallen..“

Und so schenkt das Kind dem Engel Flügel aus Meereswellen, Flügel aus Gras, aus Licht, aus Schatten und aus schimmerndem Glas… Flügel aus Schneeflocken entstehen, Flügel aus blühenden Zweigen, aus Papier.. Und Flügel mit Sommersprossen…

Am Ende des Buchs wird auch das Kind beschenkt – mit einem kurzen Ausflug rund um den alten Nussbaum..

Kinder und Jugenbuchpreis der Stadt Wien

Benni und die sieben Löwen

Benni und die sieben Löwen Ill: Gabriele Kernke
Verlag: Annette Betz
ISBN: 3-219-10601-3

Inhaltsangabe

Wenn der kleine Benni die große Wut kriegt,
passiert etwas ganz Sonderbares: Ein Löwe taucht auf !
Den versucht Benni zu besiegen,
und dann ist auch die Wut weg.
Mit Löwenmut kämpft Benni gegen seine Löwenwut!

Kinder- und Jugendbuchpreis der Stadt Wien
Federhasenpreis

Rezensionen

Immer, wenn Benni bei einem Streit unterliegt oder sich sehr ärgern muss, taucht ein imaginärer Löwe auf.

Manchmal genügt ein Trick aus dem Judokurs oder nur ein Blick, und der Löwe muss weichen. Aufgestaute Wut, Frustrationen und Ängste werden auf diese Weise bewältigt. Benni fühlt sich nachher erleichtert, vielleicht wird er morgen sogar gegen Krokodile kämpfen. Die Illustrationen sind dynamisch und witzig zugleich, an den Löwen kann man jeweils ein Merkmal von Bennis Antagonisten erkennen. Ein phantasievolles Buch zum Abreagieren von Frustrationen. Sehr empfehlenswert ab 4 Jahren.

Waltraut Hartmann

Mario, der Tagmaler

# Ill: Leszek Wisniewski
Verlag: Neuer Breitschopf
ISBN: 3-7004-0921-4

Inhaltsangabe

Mario, der Maler, weiß nicht, was er malen soll. Blumen ? Tiere ? Spielsachen ? Er beschließt, ein Tagmaler zu werden, der die Tage so zeichnet und malt, wie er sie sieht…

Gute Reise, Leo

Gute Reise, Leo Ill: Eugen Sopko
Verlag: St. Gabriel
ISBN: 3-85264-407-0

Inhaltsangabe

“Gute Nacht, Leo !”, sagen seine Eltern.
Und: “Gute Reise !”
Eine Reise durch die Nacht beginnt.
Leo kommt ins Regenland. König Umbrella will wissen, wieviele Regerntropfen in seinem Land fallen. Leo kommt ins Sturmland. Es stürmt, daß das Bett wackelt. Das Mädchen Orkania wirbelt und zwirbelt Leos Traum durcheinander. Leo trifft einen alten Eisbären, der auch einmal bunte Farben sehen möchte…

Die Arche Noah

Die Arche Noah Ill: Lisbeth Zwerger
Verlag: Minedition
ISBN: 978-3-86566-O82-4
Neuauflage

Inhaltsangabe

Als Gott erkannte, dass es nur Zwietracht und Neid unter den Menschen gab, dass Krieg und Zerstörung die Folgen sind, reute es ihn, den Menschen erschaffen zu haben. Er beauftragt Noah eine Arche zu bauen, seine Familie und von jedem auf der Erde lebenden Tier ein Paar mit auf die Arche zu nehmen. Noah folgte diesen Anweisungen und als sie alle sicher auf der Arche waren, schickte Gott die Sintflut. Der Regen nahm und nahm kein Ende.

Es dauerte lange, bis Gott sich an sein Versprechen erinnerte, Noah und seine Familie zu retten und mit ihnen neues Leben zu beginnen. Doch dann kam die Zeit, die Arche zu verlassen. Das Wasser hatte sich verlaufen, Wind hatte die Erde getrocknet und Gott sprach:

„Seid fruchtbar, vermehrt euch und bevölkert die Erde!“

Lisbeth Zwerger hat der knappen, archaischen Sprache der Bibel mutige Bildkompositionen mit einem schier unerschöpflichen Figureninventar entgegensetzt.